Lektorat

Andrea Strobl

Einmal entsandt, fliegt das Wort

unwiderruflich dahin. (Horaz)

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.

(Mark Twain)

Der Buchmarkt ist in ständiger Bewegung und hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Die Nachfrage nach Lektoraten ist gerade im Bereich des Selfpublishings gestiegen, ist doch die Qualität der Texte dort sehr durchwachsen. Dabei wird oft unterschätzt, wie wichtig ein professionelles Lektorat für den Erfolg auf dem heiß umkämpften Buchmarkt ist.

Die Möglichkeiten der Textoptimierung mithilfe von elektronischen Textprogrammen oder von KI verbessern sich kontinuierlich. Dennoch: Kein Text- oder Korrekturprogramm wird jemals die Feinheiten, die einer Sprache innewohnen, wirklich erfassen können. Sprache ist ein lebendiger Organismus, ständigen Veränderungen und Anpassungen an den Zeitgeist unterworfen. Nur bei einem professionellen Lektorat können diese Veränderungen und vor allem auch der ganz persönliche »Ton« eines Textes entsprechend erfasst und berücksichtigt werden.

Mit Blick auf die große Konkurrenz auf dem Buchmarkt und den steigenden Anspruch der Leser lohnt es sich also immer, Texte in ein Lektorat zu geben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass keine Lektorin und kein Lektor auf allen Gebieten bewandert sein können. Ich selbst nehme deshalb nur Aufträge aus den Bereichen der Kulturgeschichte, Literatur, Kunstgeschichte, Musik etc. an. Auf diesen Gebieten kann ich auf mein eigenes Wissen und meine langjährige Erfahrung zurückgreifen und somit meinen Kunden gewährleisten, ihre Texte (Buchmanuskripte, Essays, wissenschaftliche Arbeiten, Blogbeiträge u. Ä.) nach bestem Wissen und Gewissen bearbeiten zu können.

Was aber macht ein gutes Lektorat/Korrektorat aus? Für mich ist dies – abgesehen vom üblichen »Handwerk« – ein besonderes Gespür für den Text. Denn jeder Autor hat ein Anrecht auf seinen ganz persönlichen Stil, den ich als Lektorin respektieren muss. Und so wägt man oft das unbedingt »Notwendige« gegen das »Mögliche« ab. Schlussendlich ist nur ein Aspekt relevant: in enger Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren das Beste aus ihren Ideen und Texten herauszuarbeiten!

Jedes Manuskript ist folglich eine spannende Reise für beide Seiten, und ich freue mich stets mit, wenn Texte am Ende dieser Reise erfolgreich veröffentlicht werden. Und am schönsten ist es natürlich, wenn es zu wiederholter Zusammenarbeit kommt und ich für »meine« Autorinnen und Autoren immer wieder arbeiten darf …